Koh Kood – oder auch Ko Kut – ist die viertgrößte Insel Thailands und liegt östlich im Golf von Thailand unter den Inseln Koh Chang und Koh Mak und ist vom Festland aus in etwas mehr als einer Stunde zu erreichen. Kommt man von Bangkok, ist es ein 6-Stunden-Trip, doch eigentlich jedes Hostel und Hotel bietet einen völlig unkomplizierten Direkttransfer im Touristenbus oder Minivan an, sodass der Stressfaktor gering ausfällt. Du musst mit etwa 20 bis 25 Euro inklusive Fähre rechnen. Doch bist du erstmal angekommen und hast deine Sachen untergebracht, wirst du garantiert sofort von der Umgebung überwältigt sein. Es mischen sich Palmen mit anderen großen Bäumen, umrankt von wildem Regenwaldgewächs und das alles direkt am Straßenrand. Immer wieder gibt es Abzweigungen zu den vielen Resorts, die direkt am Strand liegen.

WAS DU ÜBER KOH KOOD WISSEN MUSST

Koh Kood ist zum größten Teil mit Urwald bedeckt, der den östllichen Teil ausmacht. So führt eine Straße vom nördlichen Fischerdorf Ao Salad, an dem auch die Fähren anlegen, über die Westseite der Insel bis in den Süden, in welchem das zweite Fischerdorf Ao Yai liegt.

Über Bargeld brauchst du dir keine Gedanken machen, zum Geldabheben stehen gleich 2 Geldautomaten zur Verfügung. Auf Koh Kood kannst du durchaus auch zu Fuß manche Orte erreichen, aber es ist eigentlich sinnvoller, die Insel mit einem Motorroller zu erkunden. Den darfst du an vielen Ecken für ein paar Euro ausleihen. Dafür musst du nicht mal einen Führerschein vorzeigen, ein Reisepass reicht. Und in Thailand herrscht keine Helmpflicht, aber du weißt ja: Sicherheit geht vor! Wissen solltest du auch, dass in Thailand Linksverkehr herrscht. Und falls du nachts auf den Straßen der Insel unterwegs sein solltest, achte auf Schlangen und andere kleine Tiere – auch Fledermäuse fliegen in der Dämmerung extrem tief.

ENTDECKE STRÄNDE, RESORTS & GEHEIME ORTE

Koh Kood ist keineswegs überfüllt von Touristen, wie man es von Koh Samui, Koh Chang oder Phuket kennt. Durch die erhaltene Ursprünglichkeit bleibt die Insel weiterhin ein Geheimtipp für ruhige Aufenthalte mit der Familie oder vor allem für Backpacker. Sie steckt aber voller wunderschöner Orte, die wahrscheinlich jedem von euch gefallen werden. Die Resorts, die in Koh Kood auf deinen Besuch warten, sind immer an einem wunderschönen Strand gelegen und bieten dir Ruhe, breite, weiße Strände, die in türkisfarbenes Wasser übergehen und außerdem ein beliebtes Fotomotiv: Die Schaukeln, die von Palmen herab und manchmal sogar über dem Wasser hängen.

Auf Koh Kood gibt es einen bisher noch wenig bekannten Strand, der vor allem abends oder nachts im Grunde dein eigener Privatstrand sein kann, den du dir maximal mit kleinen Sandkrabben teilen musst. Frag einfach ein paar Thais auf der Insel nach dem „Secret Beach“ und mach dich auf ein kleines Abenteuer gefasst.

Deutlich bekannter hingegen ist der “Tinkerbell Beach” am gleichnamigen Tinkerbell Resort. Er liegt direkt an der Hauptstraße und lädt zum ausgiebigen Sonnenbaden ein. Hier findest du auch geeignete Stellen zum Schnorcheln. Viele Leute kommen in den Abendstunden her, um einen der wunderschönen Sonnenuntergänge einzufangen. Da der Großteil der Strände auf der Westseite liegt, hast du die Qual der Wahl, um dich für deinen Sonnenuntergangsstrand zu entscheiden. Ich habe mittlerweile an vielen Stränden die Sonne beim Untergehen beobachtet und war eigentlich jedes Mal total fasziniert. Dabei haben mir vor allem folgende Strände gefallen: der “Pa Hin Sai Beach”, “Ban Bao Beach”, “Tinkerbell Beach”, “Russian Beach”, “Ao Tapao Beach” und der nördlich gelegene „Secret Beach“.

Mein ganz persönlicher Tipp zum Essengehen ist das Coffeeat, das von Jah geführt wird. Es befindet sich südlich auf der Insel gegenüber vom Eve‘s House, welches ein beliebtes Guest House für Backpacker ist. Im Coffeeat kannst du nicht nur lecker frühstücken oder zu Mittag essen, sondern auch in Zelten direkt am Urwald übernachten, die über Matratzen und Ventilatoren verfügen.

Für einen besonders luxuriösen Aufenthalt kannst du das Soneva Kiri Resort ganz im Norden buchen. Dort wird sogar das Essen auf besondere Weise serviert und es verfügt über einen nur mit dem Boot erreichbaren Privatstrand. Dafür musst du aber auch mit mindestens mindestens 1000 Euro rechnen – pro Nacht selbstverständlich!

BREITES FREIZEITANGEBOT AUF KOH KOOD

Vielleicht reicht es dir schon aus, mit vollem Karacho die bergigen Straßen hoch und runter zu heizen, das macht auf jeden Fall richtigen Spaß und es dauert etwas mehr als eine Dreiviertelstunde, bis du einmal komplett über die Insel gefahren bist. Mit viel Gegenverkehr musst du glücklicherweise auch nicht rechnen.

Natürlich bietet sich auf Koh Kood das Entspannen am Strand an, unter Palmen und Sonnenschirmen. Fast überall bekommst du Essen und kalte Getränke direkt an deine Liege geliefert. Zum Beispiel am Bang Bao Beach Resort kann man für umgerechnet 2,50€ den ganzen Tag gute Schnorchelausrüstung ausleihen und direkt am gleichnamigen Strand austesten. Dich erwarten riesige Korallen, bunte Fische, der ein oder andere Tintenfisch oder, mit sehr viel Glück, auch eine Schildkröte. Du kannst aber auch in einem der Fischerdörfer eine Bootstour zu geeigneten Schnorchelstellen starten. Möchtest du gleich richtig abtauchen? Kein Problem, denn die Insel bietet mehrere Tauchschulen, mit denen du Tauchen lernen oder auf abenteuerliche Tauchgänge gehen kannst.

Möchtest du noch mehr Action, empfehle ich, deine Kinder oder Freunde ins nördliche Ao Salad mitzunehmen und einen Angelausflug für 2500 Baht (65€, geteilt durch die Anzahl der Teilnehmer) zu machen. Du darfst alle gefangenen Fische behalten, Angeln und Köder sind bereits im Preis enthalten. Ich habe mit meinen Freunden in den rund 5 Stunden mehr als 30 Fische (auch Barracudas) gefangen. Das war super witzig und sehr spannend. Es gab nach dem Ankerauswurf keine ruhige Minute mehr.

Möchtest du noch mehr von der tropischen Umgebung erkunden, kannst du auf die Suche nach den drei Wasserfällen gehen und findest dabei vielleicht sogar den Baum, der über 500 Jahre alt ist. Ich stand davor und es war ein unglaublich beeindruckender Moment.

FÜR WEN KOH KOOD DIE RICHTIGE DESTINATION IST

Die Insel hat eine Menge zu bieten, das steht fest. Neben Wasserfällen und Traumstränden können Motorradliebhaber ihr kleines Dschungelparadies genießen und die Gegend unsicher machen. Familien kommen in familienfreundlichen Resorts unter, Backpacker und Weltreisende besuchen diesen Ort für eine oder mehrere Nächte. Viele bleiben nur ein paar Tage, manche für ein bis zwei Wochen, kaum einer bleibt so lange wie ich. Aber kaum einer verunfallt hier und muss ins örtliche Krankenhaus gefahren werden 😉

Neben dem tiefen Dschungel erwarten dich vor allem superfreundliche, bodenständige Thais, die dir gern bei allen Fragen weiterhelfen und dich mit dem echten thailändischen Leben und ihren Bräuchen in den Bann ziehen. Und selbst für jene, die es gern luxuriös mögen, bietet Koh Kood nicht nur das Soneva Kiri Resort, sondern auch das High Season oder andere Sterne-Resorts.

UND JETZT: MEIN KOH KOOD GEHEIMTIPP FÜR DICH

Wolltest du schon immer mal Glühwümchen oder Leuchtkäfer erleben? Leider sind es mittlerweile immer weniger geworden, doch vor allem im Wald vor dem Siam Beach Resort kannst du in manchen Nächten Hunderte von ihnen blinken sehen. Die Thais nennen das Blinken übrigens Wip Wap.

Koh Kood – die paradiesische Dschungelinsel
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Ich heiße Martin, komme ursprünglich aus Cottbus, bin 28 Jahre alt und habe meinen Job als Grundschullehrer gekündigt, um durch die Welt zu reisen. 2014 habe ich mein erstes Buch "Das Seelenerbe" veröffentlicht und 2017 mein zweites, ein Kinderbuch - Stone Stories. Ich liebe das Schreiben von Geschichten, Gedanken und Erlebtem und erfreue mich an der Unterhaltung der Leser. Neben dem Schreiben liebe ich Sport in allen Varianten. Auf meinem Blog malebenleben.de erfährst du noch mehr über mich und meine Reisen.

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